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Rennrad /// 21. August 2026

400 km, Frankreich und jede Menge Wetter

400 km, Frankreich und jede Menge Wetter

400 Kilometer, eine Portion Pasta, etwas Regen, ein Hauch Frankreich und am Ende der verdiente Titel: Superrandonneur. So lässt sich mein 400er Brevet unter dem schönen Motto FFF – Frankfurt, Frankreich, Frankfurt wohl am besten zusammenfassen.

Los ging es stilecht nach einer ordentlichen Stärkung mit Pasta in der Unions-Gaststätte in Niederrad. Gemeinsam mit Max und Timo vom The Gravel Club rollten wir in die Nacht. Für Timo war es sogar das allererste Brevet – ein gelungener Einstieg also direkt auf der langen Strecke.

Die Strecke hatte einiges zu bieten: von Frankfurt über Groß-Umstadt, Weinheim, Landau über Speyer bis nach Climbach in Frankreich und später über Waldfischbach, Enkenbach-Alsenborn, Oppenheim wieder zurück nach Frankfurt. Also einmal schön raus, kurz nach Frankreich winken und wieder heim.

Ganz ohne Brevet-typische Spezialitäten ging es natürlich nicht: Bei der Durchquerung der Rheinebene haben wir uns nachts für ein paar Stunden einen kompletten Waschgang von oben abgeholt. Der Regen meinte es ernst, wir zum Glück auch. Dank guter Teamstimmung blieb die Laune stabil – auch wenn die Kleidung zwischenzeitlich eher Richtung „frisch eingeweicht“ ging.

Fast schon passend unspektakulär war dann der Grenzübertritt nach Frankreich – beziehungsweise gleich zweimal. So unscheinbar, dass wir weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg wirklich gemerkt haben, wann wir eigentlich die Grenze überquert hatten. Frankreich war also plötzlich einfach da.

Dort wartete direkt die nächste kleine Herausforderung: Es roch an den Bäckereien bereits verführerisch nach frischem Gebäck, Croissants und allem, was das Radfahrerherz höherschlagen lässt. Nur leider waren wir schlicht zu früh dran, um uns sofort zu versorgen. Das Frühstück musste also noch warten – und fand schließlich erst wieder in Deutschland statt.

Auch das Wetter konnte sich am Samstagmittag nicht so recht festlegen, was es eigentlich sein wollte. Regen? Sonne? Wolken? Irgendwie alles gleichzeitig. Es blieb also abwechslungsreich – landschaftlich wie meteorologisch.

Insgesamt war es ein richtig schönes Erlebnis mit, zumindest aus meiner Sicht, genussvollen Anstiegen. Bis Enkenbach-Alsenborn verlief die Strecke wunderbar ruhig und angenehm, danach wurde es bis Nierstein leider deutlich verkehrsreicher. Trotzdem überwog klar der positive Eindruck einer abwechslungsreichen, fordernden und sehr schönen Runde.

Und das Beste kommt wie immer zum Schluss: Mit diesem 400er ist meine Brevetserie für dieses Jahr komplett. Heißt bin jetzt offiziell: Superrandonneur.

Klingt gut, fühlt sich gut an – und war jede Regenwolke wert.